VIELEN DANK FÜR EIN GELUNGENES FEST!
5.000 Liter Bier, 4.500 Bratwürste, 1000 Steaks, 400 Pizzas, 450 Portionen
Sauerbraten und Lende und Unmengen an Kuchen und Torten haben die rund
10.000 Besucher des Wiedervereinigungsfestes in Maroldsweisach am Wochenende
vertilgt. Das spricht dafür, dass die Gäste zufrieden und mit vollen Bäuchen nach
Hause gegangen sind. Mindestens genauso zufrieden waren die Veranstalter des
größten Festes an der innerdeutschen Grenze, das zum 20. Jahrestag der
Deutschen Einheit stattgefunden hat.
Hand in Hand organisierten die Landkreise Haßberge, Hildburghausen, Coburg und
Sonneberg dieses wunderbare fest, das am Sonntag durch das schöne Wetter
gekrönt wurde.
Die Besucher reisten in vergangene Zeiten auf dem Keltenmarkt, wurden mit
Frankenwein vom Abt-Degen-Weintal verköstigt und informierten sich an zahlreichen
Ständen der 50 Aussteller über attraktive Angebote und Einrichtungen aus den
verschiedenen Landkreisen.
Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich die Rede von Thüringens ehemaligem
Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel. Allein im Zelt drängten sich dazu rund 4.000
Menschen, die Vogel zujubelten.
Vor dem Hauptredner stand der Landrat, des Landkreises Haßberge am Rednerpult.
Rudolf Handwerkers Aussage „Wer die Einheit wahren will, muss verhindern,
dass die Teilung vergessen wird“, wurde mit tosendem Applaus belohnt.
Im Anschluss an die Reden, unternahm die Politprominenz aus Franken und
Thüringen einen Rundgang über das Fest. Vogel zeigte sich beeindruckt ob der
Tatkraft, die die Organisatoren und Helfer an den Tag legten. Er lobte die
Feierlichkeiten als „beachtliche Leistung“.
Mit viel Spannung wurde die Ziehung der Gewinner des Preisausschreibens auf dem
Wiedervereinigungsfest erwartet. Um Punkt 17 Uhr traten die Organisatoren aus
allen beteiligten Landkreisen dann auf die Bühne, begleitet von Glücksfee Mona
Beck.
Zunächst wurden wertvolle Preise verschiedener Sponsoren aus Thüringen und
Franken verlost. Dann schritt Olaf Dau zur Tat. Der Mann, der dem Trabi, mit einer
Gruppe aus dem Landkreis Hildburghausen, in Klein- und Feinarbeit wieder neues
Leben eingehaucht hat.
Auf dem Wiedervereinigungsfest sollte er nun einen neuen Besitzer finden. Aus dem
Publikum war kein Pieps zu hören, als Dau in die Lostrommel griff. Zunächst musste
die Teilnahmekarte auf die richtige Lösung überprüft werden. Dann verlas Dau: „Der
Gewinner kommt aus Leipzig. Er heißt Hubert Grundt!“
Lautes Lachen, Applaus und aufspringende Gäste im Festzelt. Er kam zur Bühne,
Hubert Grundt, der Mann, der sich nach der Wende sofort einen Opel angeschafft
hatte. Jetzt darf er wieder Trabi fahren. Ein Gefühl von Nostalgie kam dennoch auf.
„Es ist ein bissel eng hier drinne“, meinte Grundt, als er zum Probesitzen in seinen
Trabi stieg. „Aber früher ging das auch.“
Und es wird auch in Zukunft gehen. Denn Grundt weiß zwar noch nicht, was genau
er mit dem Trabant P601 Sachsenring anstellt, verkaufen will er ihn vorerst allerdings
nicht.

Das Landratsamt Haßberge wünscht viel Spaß, immer einen offenen Benzinhahn
und wenige Pannen bei den Ausfahrten.
Glückwunsch auch an alle anderen Gewinner und vielen Dank an die zahlreichen
Besucher, ehrenamtlichen Helfer und Organisatoren der Landkreise Haßberge,
Sonneberg, Coburg, Hildburghausen und der Stadt Coburg.
Es war ein tolles Wiedervereinigungsfest in Maroldsweisach!
Hubert Grundt aus Leipzig darf ab sofort wieder Trabi fahren. Er hat den Trabant
P601 Sachsenring gewonnen. Vor der Wende fuhr Grund ebenfalls Trabi. 1990
bevorzugte er jedoch einen Opel. Foto: LRA
Der Hauptpreis beim Wiedervereinigungsfest in Maroldsweisach fährt künftig auf
Leipzigs Straßen. Gewinner ist Hubert Grund aus Leipzig. Mit auf dem Bild von links
Gewinner Heinrich Hans aus Suhl, Olaf Dau aus Hildburghausen, Horst Hofmann
vom Landratsamt Haßberge, Ralf Kastner aus Maroldsweisach, Hubert Grund aus
Leipzig, Wolfgang Schöll aus Coburg und Landrat Thomas Müller aus
Hildburghausen. Foto: Schmidt
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